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| Restaurierung
von Overbeck-Kartons |
| Restoration
of large size Drawings by Overbeck |
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| Katalog
zur Ausstellung 1994 |
| "
Johann Friedrich Overbeck und die Kathedrale von Djakovo, Kroatien"
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| 1.
Ausstellungsdaten |
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Für Ausstellungen in
Museum Ostdeutsche Galerie Regensburg (Juli/August 94)
Museum
für Kunst und Kulturgeschichte der Hansestadt Lübeck (Sept.
/ Nov. 94)
Muzejsko
Galerijski Centar Zagreb (Febr. / März 95)
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| 2.
Zur Person des Künstlers |
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Johann Friedrich Overbeck wurde am 3.7.1789
in Lübeck geboren und starb am 12.11.1869 in Rom. Seit 1810
lebte er in Rom und war Mitbegründer der Nazarener.
Nazarener (auch Lukasbrüder genannt):
Künstlerische Richtung Anfang des 19. Jh., die sich die Erneuerung
der Kunst auf religiöser Grundlage zum Ziel gesetzt hatte.
Overbeck erhielt 1866 von Joseph Georg Strossmayer,
Bischof von Djakovo und Srijem (Slawonien), einen Auftrag über
die Ausmalung der Kathedrale von Djakovo.
Strossmayer Josip Juraj * 4.2.1815 in einer
Familie deutscher Abstammung gestorben 8.4.1905 in Djakovo.
Er studierte Theologie und Philosophie und wurde 1849 zum Bischof
von Djakovo ernannt. Er war ein großer Mäzen des kroatischen
Volkes und Gründer verschiedener kultureller Institutionen.
Auf eigene Kosten ließ er von 1866 bis 1882 die Kathedrale
von Djakovo errichten.
Das kroatische Volk, dem er ein halbes Jahrhundert
als geistlicher, kultureller und politischer Wegweiser diente, verehrt
ihn als "Vater des Vaterlandes". Djakovo: http://djakovo.net/gradde.html
Overbeck fertigte Zeichnungen (Kartons) an, die Bischof Strossmayer
aus seinem Privatvermögen bezahlte. Kartons sind keine fertigen
Werke, sondern nehmen ungefähr die Mitte ein zwischen einer
Entwurfskizze und dem ausgeführten Werk.
Bischof Strossmayer nahm sie in seine Kunstsammlung
alter und zeitgenössischer Meister auf. Er stiftete sie der
Südslawischen Akademie der Wissenschaften und der Künste
in Zagreb. Anlässlich des fünfzigsten Todestages von Bischof
Strossmayer kamen die gerahmten Kartons nach Djakovo zurück.
Während des jugoslawischen Bürgerkrieges
kamen die Kartons im Oktober 1992 mit Hilfe von Projektmitteln des
Bundesministers des Inneren zur Restaurierung nach Deutschland und
gingen nach Ausstellungen in Regensburg(Juli 94) und Lübeck
(Sept. 95) nach Zagreb (Ausstellung Februar 95) zurück.
Literatur
Johann Friedrich Overbeck und die Kathedrale von Djakovo/Kroatien
Herausgegeben von der Stiftung Ostdeutsche Galerie,
Ausstellung und Katalog Axel Feuß
Regensburg, 1994.
Madey, J.
Biographisch-Bibliographisches Kirchenlexikon Verlag Traugott Bautz
http://www.bautz.de
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| 3.
Auflistung der restaurierten Kartons |
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in der Zeit
von Weihnachten 93 bis Ostern 94 in Mannheim |
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Darstellung Objekt
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Nr. |
Blatt (in cm) |
Technik |
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| 1. |
Das Jüngste Gericht |
326
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106,3
x 105,5
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Bleistift |
| 2. |
Die Anbetung der Heiligen Drei Könige
(Himmelsszene) |
328 |
99,3 x 297,9 102,8 x
297,9 (davon 202,5 sichtbar) |
Bleistift, Kohle, laviert |
| 3. |
Der Evangelist Matthäus
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333 |
147,5 x 98,4 151,0 x
102,3 |
Bleistift, Kohle, laviert |
| 4. |
Der Evangelist Johannes
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334 |
148,6 x 99 152
x 102,7 |
Bleistift, Kohle, laviert |
| 5. |
Der Evangelist Markus |
335 |
148,6 x 98,5
151,3 x 102,2 |
Bleistift, Kohle, laviert |
| 6. |
Der Evangelist Lukas |
336 |
148,7 x 99,2
152 x 102,8 |
Bleistift, Kohle,
laviert |
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| 4.
Problemstellung und Restaurierungsprotokoll |
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"Die Anbetung der Heiligen
Drei Könige" (Himmelsszene)
"Das Jüngste Gericht" und "Die Evangelisten"
(Matthäus, Markus, Lukas,Johannes)
Die Restaurierung der Darstellungen der
Evangelisten Matthäus, Markus, Lukas und Johannes, der Himmelszene
und des Jüngsten Gerichtes fand in der Zeit von Weihnachten
bis Ostern statt. Der Ehrwürdigkeit der Objekte angemessen
folgte der Restaurator auf seine Weise dem biblischen Weg des Leidens
und der Erlösung und musste sich zahlreichen restauratorischen
Herausforderungen stellen:
Da ist zunächst die Größe
der Formate, die im Bereich von einem bis zu drei Quadratmetern
liegt. Dies erfordert große Arbeitsflächen für den
Umgang mit den Objekten. So sind für das Reinigen, Flicken
von Rissen, Ergänzen von Fehlstellen und das Kaschieren große
Tische notwendig. Für das Wässern werden auch große
Wannen benötigt. Die restauratorischen Hilfsmittel wie Siebe,
Filze, Vliese, Pappen und Löschkartons müssen großformatig
sein. Schließlich braucht der Restaurator eine ruhige Hand
und ein ruhiges Herz im Umgang mit dem Objekt: Es ist kein Kinderspiel,
ein feuchtes drei Quadratmeter großes brüchiges Blatt
Papier zu heben und zu wenden, ohne es zu beschädigen. Die
psychische Belastung, der sich der Restaurator stellen muss, ist
der des Chirurgen ähnlich, da ja nicht das Material selbst,
sondern der historische und künstlerische Inhalt den unwiederbringlichen
Wert darstellen.
Schließlich ist der Gesamtzustand
des Patienten vor der Operation "Restaurierung" nicht
der beste gewesen: Der Künstler hatte die Zeichnungen ursprünglich
nur als Entwürfe gedacht und auf verschiedenen Sorten Papier
mäßiger Qualität gearbeitet. Vom Herstellungsprozess
her wies das Papier Streifen auf, die zu unregelmäßigen
Verbräunungen führten. Auf Grund der durchlebten Historie
befand sich das Papier heute in einem brüchigen und schlechten
Zustand mit intensiver Verschmutzung.
Die Zeichnungen waren auf einen Karton
und Leinwand aufgezogen worden. Dies erhöhte zwar vordergründig
die mechanische Stabilität, führte aber auf Grund verschiedenen
Ausdehnungsverhaltens der Materialien zu Beanspruchungen des eigentlichen
Kunstwerkes bei Temperatur- und Feuchtigkeitswechseln. Auch Migrationen
von chemischen Bestandteilen aus dem Kleber und dem Karton in das
Papier fanden über die Jahre hinweg statt. Das Ablösen
des Kunstwerkes von der Hinterklebung war extrem mühsam und
zeitaufwendig. Der Klebstoff war stärker als der Zusammenhalt
der Papierfasern selbst. Es mußte in befeuchtetem Zustand
gearbeitet werden. Dabei musste verhindert werden, dass der jahrhundertealte
Schmutz aus Leinwand und Karton in das Bild selbst hineinwanderte.
Endlich stellte sich die Frage: Was ist
die absolut richtige Restauriermethode? Und gibt es eine solche
überhaupt? So wie der Eingriff eines Chirurgen Psyche und Physis
eines Menschen unwiederbringlich verändert, so ändert
der Eingriff des Restaurators das historisch gewachsenen Erscheinungsbild
des Kunstwerkes. Er reinigt das Bild, stabilisiert den Träger,
Papier, bemüht sich die Struktur der Zeichnung wieder zur angemessenen
Geltung zu bringen. Der Eingriff des Chirurgen soll abwägend
minimal sein, ebenso der des Restaurators. Jede heilende Handlung
hat auch zerstörerische Nebenwirkungen. Wir haben uns entschlossen,
den gewachsenen individuellen Charakter des Kunstwerkes, die Patina,
die historisch reizvolle Tönung, zu erhalten und nicht auf
eine totale Vereinheitlichung im Erscheinungsbild aller Kunstwerke
hinzuarbeiten.
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5.Restaurierung
der "Himmelsszene"
- Zustand und Reinigung |
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Die Himmelsszene stellt das größte
der Objekte dar. Die beiden Flügel links und rechts waren und
sind nach hinten gebogen und auf den Spannrahmen genagelt. Daher
sind sie nach der Rahmung nicht zu sehen. Wie die Montierung im
Rahmen ursprünglich erfolgt war und wie sie nach der Papierrestaurierung
wiederhergestellt wurde ist skizzenhaft dargestellt. Durch das Biegen
der beiden Flügel um den Spannrahmen herum war das Papier an
der Biegestelle gerissen: Es lagen Fehlstellen und viele Knitter
vor. Die Flügel, die von der Rückseite her ja ungeschützt
waren, waren besonders verschmutzt, grau - schwarz verfärbt
und wiesen zahlreiche Stockflecken auf. Das gesamte Papier weist,
wohl durch den Herstellungsprozess bedingt, im Abstand von etwa
3,5 cm sichtbare bräunliche Streifen auf.
Zunächst wurde das Bild aus dem Spannrahmen
entfernt und flach ausgebreitet. Immer wenn das brüchige großformatige
Objekt transportiert werden musste, wurde es auf einer Papierrolle
großen Durchmessers aufgerollt. Das Bild wurde zunächst
trockengereinigt, d. h. von Schmutz und Spinnweben mechanisch gesäubert.
Dieser Arbeitsschritt erfordert die Einhaltung arbeitshygienischer
Sicherheitsmaßnahmen, da der Staub und Schmutz allergisierend
wirkende Teilchen und Keime enthalten kann. Mit Bürste, Radierpulver
und feinem Radierstift wurden anbackende Schmutzschichten vorsichtig
entfernt, stets auf der Hut, die feinen Bleistiftlinien des Originals
nicht zu verwischen. Fliegenschmutz wurde vorsichtig mit dem Skalpell
entfernt. Dann wurde das gesamte Blatt, welches aus der Originalzeichnung,
dem hinterklebten Karton und der Leinwand besteht, mit einem sehr
feinen Baumwollvlies und darüber einem Sieb zugedeckt. Das
Bild wurde dann gedreht und auf ein Lichtgitter gelegt. Das Gitter
seinerseits lag mit Unterstützungen über einer Wanne.
Nun wurde das Bild von der Rückseite
her mit lauwarmem Wasser übergossen und unterstützend
mit Niederdruckdampf behandelt. Schritt für Schritt, Millimeter
um Millimeter wurden zuerst die Leinwand, dann der Löschkarton
vom Original entfernt. Leimreste wurden gründlich entfernt.
Das Wasser lief über das Lichtgitter ab. Direkt in das Wasser
konnte man das große und brüchige Papier nicht legen,
es hätte sich in einzelne Teile aufgelöst. Anschließend
trocknete das Papier auf dem Lichtgitter aus. Während des Trocknungsvorgangs
wurden Löschkartons untergeschoben und mehrmals gewechselt,
um den Vorgang zu beschleunigen.
Altes Papier kann Säuren organischen
und anorganischen Ursprungs enthalten. Diese wurden mit erdalkalischem
Carbonatwasser neutralisiert. Nach dem Trocknen wurde das Bild gewendet
und oberflächlicher Schmutz noch einmal beseitigt. Die Umgebung
außerhalb des Ovals wurde wegen starker Verbräunung und
vorhandenen Stockflecken teilweise punktuell gebleicht. An der Wolkendarstellung
innerhalb des Ovals wurden die sehr störenden Schmutzflecken
mit einem mit wässriger Methylcellulose getränkten Wattestäbchen
entfernt, was sehr zeitaufwendig war.
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Restaurierung
der "Himmelsszene"
- Ergänzen und Kaschieren |
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Nun wurde das drei Meter lange Bild auf
dem Arbeitstisch umgedreht, so dass die Rückseite oben lag,
und es begann die Flickarbeit. Zwischen Bild und Tisch befand sich
eine mit Silikon beschichtete Folie. Die Seitenteile, die Flügel,
waren, wie oben beschrieben, teilweise vom mittleren Hauptteil getrennt.
Der rechte Flügel war ganz abgerissen.
Die getrennten Teile wurden wieder zusammengesetzt
und die Fehlstellen und Risse geflickt, Knickstellen verstärkt
und unterfangen. Risse wurden mit sehr dünnem und zähen
Mino - Papier von 1 cm Breite unterfangen, um die Stabilität
sicherzustellen. Fehlstellen wurden mit angefasertem weichem Papier
ergänzt, um die Elastizität zu erhalten.
Danach erfolgte die ganzflächige Kaschierung
mit japanischem Mino - Papier. Die Knickstellen, wo die seitlichen
Flügel angesetzt sind, wurden extra mit 10 cm breitem Misu
- Papier verstärkt. Nach dem ersten Kaschieren wurde das Bild
geglättet und getrocknet.
Dann wurden auf beiden Seiten zwei "Flügel"
mit je 30 cm breitem Papier derselben Dicke angesetzt, um später
die Flügel nach dem Umklappen auf der Unterlage zu befestigen.
Dann wurde noch zweimal in Lauf- und Querrichtung mit langfaserigem
Papier kaschiert. Dann wurde es zum Trocknen auf eine Trockenwand
gespannt.
Unregelmäßigkeiten im Untergrund
wurden ausgeglichen und retuschiert. Nach zwei Wochen wurde es von
der Trockenwand abgelöst.
Auf einem Arbeitstisch wurde es von der
Rückseite her mit einem Stein und dünnem Wachs poliert,
damit es geschmeidig bleibt. Dem Wunsche des Auftraggebers gemäß
wurde es wieder in den vorhandenen kleinen Rahmen eingepasst, wodurch
die beiden Flügel nach hinten gebogen wurden und nicht mehr
sichtbar sind. Die Montagearbeiten, die die Einpassung in den Rahmen
umfassen, ersieht man aus den Skizzen.
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| 6.Restaurierung
des "Jüngsten Gerichtes" und der vier Evangelisten |
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Die Restaurierung dieser fünf
Objekte erfolgte in Anlehnung an die Restaurierung der "Himmelsszene".
Der Unterschied im Restaurierprozess ergab sich, da die Zeichnungen
aufgrund ihres günstigeren Formates in einem Dampfkasten und
auf einem Vakuumtisch behandelt werden konnten.
Die Zeichnungen waren auf
einen Karton und eine Leinwand aufgezogen. Die Kaschierung war generell
sehr schlecht gearbeitet und wies mittig viele Falten auf. Die Spannrahmen,
die als Halterung dienten und nach dem Ablösen der Zeichnungen
sichtbar wurden, waren verzogen. Die Oberflächen der Zeichnungen
zeigten starke braune Pinselstreifen und eine unregelmäßige
Bräunung. Hier war bei der Aufbringung der Hinterklebung der
Klebstoff auf die Zeichnung durchgeschlagen.
Die mechanische Trockenreinigung
erfolgte ähnlich wie oben bei den Arbeiten zur "Himmelsszene"
beschrieben. Dann wurden die gesamten Objekte in einen Dampfkasten
gelegt. Es handelt sich hierbei um eine Kammer, die mit Dampf gefüllt
wird. Der Dampf dringt in die Poren der Kaschierung ein. Unter dem
Einfluss von Temperatur und Feuchtigkeit wird der Kleber denaturiert.
Dadurch können die Bilder abgelöst werden.
Anschließend wurden
die Zeichnungen mit der Bildseite nach oben auf einen Vakuumtisch
gelegt. Es wurde mit einem dünnen Baumwollvlies und Frottiertüchern
zugedeckt und mit viel Wasser gereinigt. Unter dem Bild liegen bei
dieser Prozedur ein Filz und ein Sieb.Der Vakuumtisch besteht aus
einer Siebplatte, über die ein Vakuum angelegt wird. Das mit
dem Schmutz beladene Wasser wird so sehr effektiv nach unten abgezogen
und aus dem Kunstwerk entfernt. Man sieht, wie mit zunehmender Zeitdauer
der Behandlung das anfänglich sehr braune Wasser langsam heller
wird.
Nun werden die Frottiertücher
entfernt und es wird auf das Baumwollvlies, das das Bild bedeckt,
ein Sieb gelegt. Dann wird das ganze Bild umgedreht. Die Hinterklebung
liegt nun oben und wird vorsichtig entfernt. Dabei wird mit Niederdruckdampf
behandelt, um den Ablösevorgang zu unterstützen. Das Bild
darf jetzt trocknen. Anschließend wird es wie oben im Falle
der "Himmelsszene" beschrieben mit einer wässrigen
Carbonatlösung neutralisiert.
Das Ergänzen der Fehlstellen,
das Schließen der Risse, das Unterfangen der Knicke, die Kaschierarbeit
und das Ausgleichen von Unregelmäßigkeiten der Untergründe
erfolgten wie bei der "Himmelsszene" geschildert.
Literatur:
AlfonsHuber
Kann man objektiv richtig restaurieren?
Restauro 100: 118 - 124, 1994
H.Hua,W.Fischer,M.Fath
Machinery for Paper Restraration
Restaurator10:83-99,1989
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